Über Bangladesch
Bangladesch ist ein relativ junger Staat in Südasien, der fast vollständig mit einer über 4000 Km langen Grenze im Westen, im Norden und im Osten von Indien umgeben ist. Im Südosten grenzt Bangladesch mit einer Grenze von ca. 200 Km an Myanmar (dem ehemaligen Burma) und im Süden befindet sich das Meer, der Indische Ozean mit einem ca. 580 Km langem, vorwiegend mit Mangroven überzogenem Küstenstreifen am Golf von Bengalen.
Bangladesch entstand 1971, nach einem acht Monate dauernden, sehr blutigen Befreiungskrieg (Liberation War), in dem mehr als vier Millionen Menschen ihr Leben liessen. Der gewonnene Freiheitskrieg brachte die Unabhängigkeit von Pakistan, welches seit 1947, nach der Abspaltung von Indien durch die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien, als Ost- und Westpakistan existierte, aber praktisch durch Indien geteilt war.
Der neue Staat wurde "Bangla Desh" getauft, d.h. Land der Bengalen. Die Bewohner nennt man Bangladeschis und die von mehr als 97% als Muttersprache gesprochene Sprache nennt man Bangla. Hauptreligion ist der Islam (90%).
konzert
Vielen Menschen ist die Entstehung Bangladeschs eher durch das von George Harrison (Ex-Beatle) und dem berühmten indischen Sitar- Spieler Ravi Shankar (Vater von Nora Jones) in New York im Madison Square Garden organisierten "Concert for Bangladesh" im August 1971 bekannt geworden. Neben George Harrison und Ravi Shankar traten auch andere bekannte Musiker auf, wie z.B. Ringo Starr, Billy Preston, Leon Russel, Bob Dylan, Eric Clapton etc. auf. Die Einnahmen dieses Benefiz-Konzerts mit über 40.000 Besuchern gingen komplett an UNICEF für Hilfsgüter für Flüchtlinge aus Bangladesch und diverse Wiederaufbauprojekte.

Bangladesh ist heute mit über 160 Millionen Einwohnern auf Rang sieben der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Mit einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von knapp 1.000 Menschen pro Quadratkilometer ist Bangladesch sogar der am dichtesten besiedelte Flächenstaat der Welt.
Die drei größten Flüsse dieses oft als "Land der 1000 Flüsse" bezeichneten Landes sind der Padma, der Brahmaputra und der Meghna. Sie alle führen sehr oft Hochwasser, welches aufgrund der durch den Klimawandel beeinflußsten  Zunahme der Schnee- und Eisschmelze im Himalayagebiet auch noch ständig steigt. Die gesamte Bevölkerung Bangladeschs ist daher permanent lebensgefährlich bedroht. Darüberhinaus drohen vom Süden her, vom Indischen Ozean, häufig, besonders im Herbst, tropische Wirbelstürme (Zyklone) und hohe Flutwellen sowie Springfluten. Eine Sandwichposition, die eine unglaubliche Bedrohung darstellt. Zusätzlich ist Bangladesch auch noch sehr erdbebengefährdet, was die lebensbedrohliche Lage aller Bangladeschis noch wesentlich verschlimmert. Mehr Gefährdungen sind kaum vorstellbar. Erstaunlicherweise sind Bangladeschis aber in der Regel sehr gelassen und scheinen mit den Naturkatastrophen besser umgehen zu können als Menschen in vielen anderen Ländern dieser Welt. In Bangladesch gibt es auch ein Ministerium für "Disaster Management", welches relativ erfolgreich Präventiv- und Nothilfemaßnahmen durchführt und auf diese Weise zu einem gewissen "Vorbereitetsein" der Bevölkerung beiträgt (Desaster Prepardness). Man versucht mit allen Mitteln den Naturgewalten zu trotzen.
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Besonders gefährdet sind aber die ca. vier Millionen Menschen, die auf den Chars leben. Diese Chars sind zum Teil mehrere Quadratkilometer grosse Sandbänke in den Flüssen Brahmaputra, Padma (in Indien Ganges gen.) und Meghna. Sie sind teilweise besiedelt, und sie werden bei steigenden Pegeln der Flüsse manchmal durch Erosion teilweise oder auch sogar vollständig weggeschwemmt. Die Bewohner dieser Chars, die sogenannten "char dwellers" müssen im Falle von solchen Überschwemmungen häufig die Inseln fluchtartig verlassen und ihre Habseligkeiten, die leicht transportabel sein müsssen, in Sicherheit bringen. Da auch immer wieder neue Sandbänke entstehen, ergeben sich auch wieder neue Siedlungsgebiete, deren zeitliche Existenz aber wieder genauso begrenzt ist. Befragungen haben ergeben, dass manche der "char dwellers" bis zu 25 mal in ihrem Leben "umziehen" mussten.
Flood_2007
Eine Lösungsmöglichkeit stellen die sogenannten "plinths" dar, die
mit Hilfe von Friendship nun zunehmend auf den Chars gebaut werden.
Es handelt sich hier um eine Erderhebung in ovaler Form, die die Wassermassen abhalten soll. Die erhöhte Position der "plinths" entsteht durch Aushebung eines tiefen Teiches in der Mitte des zu schützenden Bereichs. Die ausgehobene Erde wird rings um den Teich aufgeschüttet, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Auf diesen künstlichen Hügeln werden Schulen, Hütten und Plätze für das Vieh eingerichtet. Hier kann man dann in relativer Sicherheit das Zurückgehen des Hochwassers abwarten. Der neu entstandenen Teich dient natürlich auch als Wasserstelle und Fischteich.
 
Friendship hat sich zum Ziel gesetzt, diesen "char dwellers" zu helfen. Sie sind mit Sicherheit die Ärmsten der Armen in einem der ärmsten Länder dieser Erde. Sie brauchen unsere Hilfe!
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