Dies ist die Geschichte wie Friendship Deutschland entstanden ist:
 
Ich war als Botschafter / Leiter der EU Delegation in Dhaka, Bangladesch, von September 2005 bis Januar 2011 tätig.
Meine Freunde daheim in Europa, denen Bangladesch nicht wirklich viel sagte, fanden, daß ich wahrscheinlich eine ganz schön schwierige Aufgabe hätte. Sie beneideten mich nicht gerade, aber es machte sie natürlich neugierig. Was macht die EU in Bangladesch? Was mache ich in Bangladesch?
Um ihre Neugierde befriedigen zu können, planten dann einige meiner sehr guten alten Freunde aus Brüssel und Freiburg, die ich schon aus Schul- und Universitätszeiten kannte, mir einen Besuch abzustatten, um mit eigenen Augen zu sehen, was die EU und ich dort wohl so machten. Der Plan wurde dann im Februar 2009 in die Tat umgesetzt und meine Freunde machten sich auf den Weg. Ein kurzer Stop-over in Dubai wurde noch eingebaut,um einen anderen Freund kurz zu besuchen, der dort auch beruflich tätig war.Von Dubai ging's dann nach Dhaka
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Über Friendship Bangladesch
Botachaft
Der Unterschied konnte wahrlich nicht größer sein. Dubai mit all seinem sichtbaren Glanz und Reichtum, eine boomende, schnell wachsende City in der Wüste mit einer eher künstlich wirkenden Erscheinung; Bangaldesch dagegen, eines der ärmsten Länder der Welt. 150 bis 160 Millionen Einwohner, keiner weiß das so genau, 15 Mio Einwohner in der Hauptstadt Dhaka, einer Megacity, die täglich größer und chaotischer wird und aus allen Nähten platzt. Rikschas, Dreirad-Baby-Taxis, kleine Taxis, große Taxis, Kleinbusse, große Busse und vorwiegend Autos, die wohl nie einen TÜV überstehen würden Eine Unzahl von privaten und kommerziellen Verkehrs- teilnehmern, die den Verkehr in Dhaka wie einen Zeitlupenfilm aussehen lassen. Alles bewegt sich, ist sehr laut, aber auch sehr langsam. In Zeitlupe eben.
Das war ein ziemlicher Kontrast für meine Freunde und in der Tat nicht vergleibar mit Brüssel, Freiburg oder gar Dubai, wo sie gerade vorher ein Paar Tage verbracht hatten.
About_Bangladesh
In meiner Botschafter-Residenz in Dhaka dagegen schien das Leben nicht sehr hektisch zu sein, und es war auch ein ziemlicher Luxus zu spüren. Auch das ein starker Kontrast. Von wegen hardship, dachten meine Freunde vielleicht. Mir war klar, daß ich meinen Freunden unbedingt auch das ländliche Bangaldesch zeigen wollte. Das war für mich Bangladesch und nicht Dhaka.
 
Das ländliche Bangladesch, weit weg von Dhaka City. Hier ist es ruhig und friedvoll. Die Landschaft ist oft herrlich grün und man trifft sehr freundliche, hart arbeitende Bauern und Arbeiter, Frauen und Männer, die alles Erdenkliche tun, um ihren Familien ein Auskommen zu sichern. Das Leben ist sehr einfach und sehr hart. Um zu überleben, muss man sehr viel und sehr hart arbeiten. Doch auch so reicht es oft nicht zu einem einigermaßen akzeptablen Leben. Nur wenige leben in komfortablen Verhältnissen und die meisten müssen sich mit sehr wenig begnügen. Für sehr viele Menschen ist es fast täglich ein Kampf um's Überleben.
Die Entstehungsgeschichte von Friendship Deutschland
von Dr. Stefan Frowein, 1. Vorsitzender
Fulssbild
Für diesen Ausflug in den Norden Bangaldeschs hatte ich ein Programm zusammengestellt, welches es meinen Freunden ermöglichte, einige EU-Projekte zu besichtigen. Andererseits wollte ich auch andere Aktivitäten zeigen und daher hatte ich eingeplant, auch Projekte von Friendship Bangladesch, einer lokalen Nicht- regierungsorganisation (NGO) zu besichtigen. Diese Projekte, insbesondere die Krankenhausschiffe hatten es uns angetan.Die Projekte befinden sich alle auf den sogenannten "Chars". Es handelt sich dabei um Inseln in den großen Flüssen, die nicht fest sind, sondern deren Form sich ständig ändert und die sozusagen auch "wandern". Das liegt an der sehr starken Strömung in diesen Flüssen, die besonders bei der Schneeschmelze im Himalaja und bei starken Regenfällen zu sehr gefährlichen Fluten anschwellen können.
Besichtigung
Wir konnten auch der Eröffnung der ersten, von mittlerweile vielen Fäbereien und Webereien beiwohnen, zu der uns Runa Khan, die Gründerin von Friendship Bangladesch, eingeladen hatte. Ich war sehr stolz, als Schirmherr dieser Zeremonie beizuwohnen. Es war auf dieser Char-Insel der Beginn von "Women Empowerment". Erstmalig konnten Frauen auf diesen Inseln eine bezahlte Tätigkeit ausüben und den Lohn auch für sich behalten, zumindest in den meisten Fällen. Niemals zuvor hatten Frauen auf den Chars die Gelegenheit eigenes Geld zu verdienen und somit erheblich zum Wohlergehen ihrer Familien beizutragen.Als nächstes besuchten wir das Lifebuoy Friendship Hospital (LFH), welches sich zu dieser Zeit auf dem Brahmaputra Fluss bei Gaibhanda, im Norden Bangladeschs befand. Wir konnten auf dem Hausboot des Schiffes übernachten. Dort kamen wir mit einigen niederländischen Ärzten ins Gespräch, die gerade dort zu einem Kurzeinsatz von 2 Wochen waren. Die Gespräche die wir mit den Ärzten aus Holland, aber auch mit den Ärzten aus Bangladesh und dem übrigen Personal des Krankenhausschiffes führen konnten, waren hochinteressant und wir verstanden jetzt viel besser, worin die Arbeit von Friendship besteht.
DSCI0339
Wir hatten auch Gelegenheit mit Runa Khan ausführlich über Friendship zu sprechen. Sie erklärte uns die verschiedenen Ansätze, die Friendship in Bangladesch umzusetzen versuchte. Wir verstanden nun besser, wie sehr Runa Khans Philosophie der ganzheitlichen Entwicklungshilfe funktioniert:
Zunächst medizinische Grundversorgung, dann Erziehung und Aus- bildung, dann einkommenssichernde Aktivitäten, Schutz vor Umwelt- und Naturkatastrophen, Mikrokredite, gutes Management etc.. Alle Ansätze sind von Intuition, Erfahrung und einer reichlichen Portion gesunden Menschenverstands geprägt. Dort zu sein und aus erster Hand und mit eigenen Augen die Friendship-Teams bei der Arbeit zu sehen, machte uns deutlich, wie sehr Friendship sich der Sache der Armutsbekämpfung und Menschenwürde verpflichtet sieht. Die Menschenwürde steht ganz eindeutig an erster Stelle. Es geht um Hilfe für ein menschenwürdiges Leben in einer extrem menschenfeindlichen Umgebung. Es geht um den Kampf ums Überleben in Würde. Wir konnten mit eigenen Augen sehen und aus erster Hand erfahren, wie sehr die Arbeit von Friendship den armen Leuten auf den Chars eine wirkliche Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bringt. Wir erfuhren bei dieser Gelegenheit auch von den Aktivitäten von Friendship Holland, Luxembourg, Frankreich und Großbritannien. Das bewog uns sehr stark, auch in Deutschland eine solche Organisation zu gründen, die sich in dieses bereits existierende Netzwerk eingliedert.
Treffen
Im Dezember 2009 war es dann soweit. Wir gründeten Friendship Deutschland e.V. mit Runa Khan als 1.Vorsitzende, und wir versuchen nun von Deutschland aus Friendship Bangaldesch zu helfen: Ärzte-Teams mobilsieren, Sponsoren finden für Friendship Projekte in Bangladesch und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten durch Vorträge und Informationsveranstaltungen. 2011 übernahm ich dann den Vorsitz. Friendship Deutschland e.V befindet sich zwar noch in den Anfängen, wir sind aber überzeugt, daß wir in unsere Rolle schnell hineinwachsen werden.
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